Entstehungsgeschichte der Repair Cafés



Ein Jahr ist es her, dass drei Gleichgesinnte, vom Unbehagen über die Missstände einer Wegwerfgesellschaft getrieben, sich sozusagen gleichzeitig mit der Idee des Repair Cafés anfreundeten. Die drei: Hubertus Gödde, Karin Krämer-Smit und Heinz van de Linde fanden in der Umgebung bestehende Repair Cafés: in Hünxe-Bruckhausen und in Kleve. Sie sahen sich beide Repair Cafés ausgiebig an und machten sich kundig. Jetzt stand für sie fest: Sie wollten in Goch ein Repair Café auf den Weg bringen.

Als „Erfinder“ des Konzepts gelten zwei Niederländer, die Amsterdamer Journalistin Martine Postma und der Groninger Nachhaltigkeitsmanager Peter van Vliet. Sie kamen 2009 auf die Idee, in den Niederlanden einladende Treffpunkte einzurichten, in denen Menschen ihre eigenen defekten Geräte unter fachlicher Anleitung reparieren können. Die Atmosphäre sollte entspannt sein. Daher die Idee, Reparieren und Konsumieren zu kombinieren. Kaffee und Kuchen gehörten dazu. Das erste Repair Café fand am 18. Oktober 2009 in Amsterdam-West statt. Mit großem Erfolg. Seit 2010 gibt es die Stiftung Repair Café, die seit 2011 auch Gruppen außerhalb der Niederlande unterstützt.